Wellenumwandlungsphänomene bei Anwendung der LLT- Technik und derNebenecho-Methode wurden weiterhin untersucht, um die quantitative Ermittlung der Rißtiefe abzusichern.
Unterschieden wird hierbei zwischen Rissen, die von der Prüffläche oder vonder Gegenfläche in den Werkstoff hineinwachsen. An einem von der Prüfflächeausgehenden Riß wird mit der LLT-Technik und mit einem Gruppenstrahler-Winkelprüfkopf die Tiefenlageninformation der an der Rißflanke stattfindendenWellenumwandlung durch eine sukzessive Variation der Prüfparameter ermittelt.Bei einem von der Gegenfläche in den Werkstoff hineinreichenden Riß wird dieTTT-Technik mit einem Gruppenstrahler-Winkelprüfkopf angewandt, um aus derAnschallung des Winkeispiegels und der gezielten Variation der Prüfparameterdie Rißtiefe zu bestimmen. Die Nebenecho-Methode mit einem SEL-Winkelprüfkopf wird bei künstlichen Rissen an der Blechgegenfläche ebenfalls eingesetzt um anhand der Rißanzeigen der direkt ausgesandten und der nach Reflexion an der Gegenfläche aus der Transversalwelle umgewandelten Longitudinalwelledie Rißtiefe abzuschätzen.
Die experimentellen Ergebnisse werden mit entsprechenden Modellrechnungenverglichen.
Rolf Diederichs 1. Juni 1996, info@ndt.net