Erfahrungen mit einem neuen Prüfkopf- und Gerätesystem bei der Schraubenbolzenprüfung
English
Die Ultraschallprüfung der RDB-Schraubenbolzen ist Gegenstand von wiederkehrenden Prüfungen und wird somit zyklisch durchgeführt. Dabei wird der Prüfkopf in der Mittenbahrung geführt, d.h. die Schallwellen breiten sich von innen nach außen aus. Diese durch einen Manipulator unterstützte Ultraschallprüfung wird im eingebauten Zustand der Bolzen durchgeführt. Nachzuweisen sind Risse im Bereich der Gewinde und des Schaftes. Für diese Routineprüfung stehen schon seit einiger Zeit Prüfköpfe zur Verfügung welche in Tauchtechnik arbeiten. Die Ultraschalldaten eines blendengesteuerten Ultraschallgerätes wurden analog als Echodynamik aufgezeichnet. Bei der Revision im Spätsommer 1995 an den Schraubenbolzen eines Siedewasserreaktors wurde erstmalig zusätzlich zum bisherigen Prüfkopfsystem eine neue Prüftechnik eingesetzt. Hierbei wurden Prüfköpfe basierend auf der Kontakttechnik und ein Gerätesystem, welches die Erfassung von A-Bildern ermöglicht, verwendet. Die Grunde für den Einsatz dieses neuen Prüfsystems waren zum einen Žnderungen im Regelwerk zu einer höheren Prüfempfindlichkeit hin, sowie die dadurch bedingten Minderungen zwischen Stör- und Nutzsignalen im Bereich der Gewindegänge. Ein geringer Signal-Nutzabstand kann zwei Ursachen haben: die eine, daß die Rißanzeige sehr klein ist (z.B. von einem Anriß), die andere, daß die Rißanzeige und Anzeigen aus den Gewindegängen interferieren und sich teilweise auslöschen. Das neue in der BAM entwickelte Prüfkopfsystem sollte diesbezüglich eine Verbesserung bringen, Die vielen bekannten Optimierungsmöglichkeiten wie Fokussierung der Schallfelder im Gewindebereich, Wahl einer anderen Frequenz führten nicht zum gewünschten Erfolg weshalb eine weitere Optimierungsmethode bei dem hier anstehenden Prüfproblem nämlich die Veränderung der Impulslänge (Kohärenzlänge), erprobt und in der Praxis eingesetzt wurde. In dem vorliegenden Beitrag werden die Ergebnisse dieses neuen Prüfkopfsystems verbunden mit der neuen Ultraschallgerätetechnik und den daraus resultierenden Darstellungs- und Auswertemöglichkeiten vorgestellt und mit denen des bisherigen Systems verglichen.
Autor:
A. Erhard, W Möhrie, Berlin; H. Eggers, E. Neumann, Hamburg Quelle:
Kurzfassungen der Vorträge und Plakatbeiträge der ZfP Jahrestagung 1996.
Hier der Bericht über die Jahrestagung or Conference Report in English.
Volltext-Bezugsquelle: DGZfP Berlin Email: 100335,3315@compuserve.com
Sprache:Deutsch
Rolf Diederichs 1. Juni 1996, info@ndt.net