Oberprüfung hochbeanspruchter Kehlnahtbereiche an Speisewasser- und Frischdampfleitungen im Sicherheitsgebäude - Durchdringungsbereich
Hochbeanspruchte Kehlnähte an den Speisewasser- und Frischdampfleitungen im Sicherheitsgebäude-Durchdringungsbereich wurden erstmals in ein Prüfprogramm aufgenommen, was die Entwicklung einer geeigneten Prüftechnik erforderte. Die Kehlnähte befinden sich zum Teil etwa einen Meter tief in einem Mauerrohr und sind daher sehr schwer zugänglich und nur mechanisiert prüfbar. Als aufzufindende Fehler wurden senkrechte und +/-45° geneigte Unternahtrisse in Umfangsrichtung postuliert. Nach Vorversuchen mit piezaelektrischen Prüfköpfen entschied man sich schliesslich für die EMUS(EMAT)-Prüftechnik, welche neben einer besseren Fehlernachweisbarkeit auch Vorteile aufwies hinsichtlich Prüfungsdurchführung (Manipulation). Dank des guten Winkelspiegeleffekts auch bei sehr flachen Einschallwinkeln und des breiten Schallbündels konnte mit EMUS(EMAT) auf ein mäanderförmiges Abscannen des Prüfbereichs verzichtet werden. Stattdessen genügten Linienscans in verschiedenen Abständen zur Kehlnaht. Für die Qualifikation der Prüftechnik musste ein l.l-Mock-up hergestellt werden, der auch die vor Ort herrschende Zugänglichkeit simulieren lässt. Daran wurde die Prüftechnik optimiert und das Handling des Manipulators eingeübt.
Autor:
M. Gribi, Winterthur (CH); G. Hübschen, Saarbrücken;H.-J. Zumstein, Beznau; H. Zubler, Zürich (CH) Quelle:
Kurzfassungen der Vorträge und Plakatbeiträge der ZfP Jahrestagung 1996.
Hier der Bericht über die Jahrestagung or Conference Report in English.
Volltext-Bezugsquelle: DGZfP Berlin Email: 100335,3315@compuserve.com
Sprache:Deutsch
Rolf Diederichs 1. Juni 1996, info@ndt.net