Mit Ultraschalluntersuchungen wurden Eigenschaften des hergestellten Verbundes charakterisiert. Damit waren unmittelbar Aussagen zur verfahrenstechnischen Entwicklung durch schnelle Einschätzung unterschiedlicher gießtechnischer Parameter beim Verbundgießen gegeben. Gleichzeitig eine Entscheidungshilfe für die Festlegung von metallographischen, bruchrnechanischen und elektronenmikroskopischen Untersuchungen für die Werkstoff- und Verfahrensoptimierung möglich.
Zur Charakterisierung der Grenzfläche und zum Nachweis von Gußfehlern wurden verschiedene Prüftechniken einbezogen. Es handelte sich dabei um Prüfungen im Impuls-Echo-Betrieb mittels Senkrechtprüfkopf und einer Durchschallungstechnik mit Winkelprüfköpfen zur Erfassung von Streuanzeigen mit jeweils nachfolgender Darstellung als C- und D-Bild. Durch die Ultraschalluntersuchungen konnten Bereiche mangelhafter Bindung mit guter Ortsauflösung und Reproduzierbarkeit nachgewiesen werden. Es ergaben sich Korrelationen der Fehlerhäufigkeit und -lage zu gießtechnischen Parametem wie Gießtemperatur, Vorwärmtemperatur und des Flußmittels sowie Rückschlüsse auf die Position des Gießstrahls. Die gewonnen Ergebnisse ermöglichten eine effektive und gezielte Probenwahl und Gestaltung nachfolgender Untersuchungen, wobei die dort erhaltenen Resultate wiederum mit den Ultraschallmessungen in Bezug gesetzt wurden.
Insgesamt konnten mit den Ergebnissen der Ultraschallprüfungen frühzeitig wertvolle Informationen zur Optimierung des Verbundgießens gewonnen werden.
Rolf Diederichs 1. Juni 1996, info@ndt.net