Für eine genauere Vermessung der Bauteilgeometrie ist die Abbildung von Matelialbereichen wünschenswert. Dabei sind Auflösung und Genauigkeit, mit der Lage undForm innerer Objekte bestinunt werden können, entscheidend.
Der Beitrag zeigt die Verbesserung der Abbildungsgenauigkeit bei der Ultraschalluntersuchung von Betonbauteilen, die durch eine spezielle Anwendung des SAFT-Rekonstruktionsverfahrens erreicht wird. Er geht auf die Unterschiede des Ausbreitungsmediums Beton gegenüber homogenen Medien und die sich daraus ergebendenProbleme ein, stellt eine SAFT-Implementierung vor und gibt Meßbeispiele an verschiedenen Betonen.
Die Erhöhung der Abbildungsgenauigkeit beruht auf der Verwendung nichtlinearerZeitskalen im Rekonstruktionsalgorithmus. Die Zeitskalen sind eine Anwendung einesempirischen Modells der Schallausbreitung, das aus Messungen an verschiedenen Betonen bei unterschiedlichen Dicken gewonnen wurde. Das Medium Beton steht hier fürein mehrphasiges, dispersives, stark schallschwächendes Medium, so daß das Verfahren auch auf Materialien mit ähnlichen Eigenschaften, wie z.B. faserverstärkte Kunststoffe, anwendbar ist.
Die erreichten Werte für Auflösung und Genauigkeit werden an Messungen illustriert.Eine Diskussion der Leistungsmerkmale des Abbildungsverfahrens erfolgt an Beispielen aus Labor und Praxis.
Rolf Diederichs 1. Juni 1996, info@ndt.net