Schmiedeteile, von der Ultraschall-Handprüfung zur mechanisierten Prüfung
Große Schmiedebauteile wie Wellen, Raketenbooster, Turbinenscheiben, bieten aufgrund der relativeinfachen Geometrie und großen Volumina einen guten Ansatz für die Mechanisierung derUltraschallprüfung. Ein neues Prüfkonzept bestehend aus einer Drehvorrichtung für Bauteile mit einemGewicht von max. 38 t sowie einem 3-Achsen-Roboterarm und einem ScanMaster Ultraschallprüfsystem mit integrierter Steuerung bietet eine flexible Möglichkeit der 100%igen Prüfung. Dasdigitale Ultraschallprüfgerät upi-50 speichert die Einstellungen für Ultraschallparameter,Schallgeschwindigkeiten, Tiefenausgleichskurven mit Berücksichtigung der Ersatzreflektorgrößenbestimmung nach KSR und Schallschwächungen im Material, wie auch der Scanpläne.Entscheidene Eigenschaften des Systemkonzepts sind ein geringer Schlupf der Bauteile auf derDrehvorrichtung, eine einfache Anpassung an Geometrien, die Möglichkeden der Rückwandblenden-Nachführung, Multiblendentechnik und A-Bild Aufnahme, wie auch die flexible Anpassung anunterschiedliche Bauteilgeometrien. Wichtig für die optimale Nutzung des ScanMaster-Systems sinddie Online-Darstellungen der Ergebnisse während der Prüfung, die Möglichkeit der reproduzierbarenPositionierung des Scanners auf Anzeigen in einem Scan und die Datenverarbeitung auf einer externenAuswertestation, die über Netzwerk mit dem Scansystem verbunden ist. Die Darstellung derErgebnisse als C-, D-, B- (TD) Bilder wie auch Projektionen und Schnitte, sind selbstverständlich. Eineautomatisierte Auflistung von Anzeigen wird nach Bestätigung und Ergänzung von Bemerkungen in ein,auf Excel aufgebautes, flexibles Berichterstellungsmodul übertragen. Besonders zu beachten sind dieVermeidung von Phantomechos durch die richtige Pulsfolgefrequenz und Ausblendverfahren, dierichtige Wahl der Auflösung für die Prüfspuren, die Koppelmittelzuführung und ein strukuriertesPersonalschulungskonzept zur Bildung der Akzeptanz für ein komplexes Prüfssystem.Als Systemerweiterungen für die nahe Zukunft sind beim Hersteller Entwicklungen eingeleitethinsichtlich der dreidimensionalen Darstellung von Anzeigen in Bauteilkoordinaten, einemautomatisiertem Teach-In durch Zeichnungsvorlagen aus CAD-Systemen, bzw. aus NC-Programmsystemen EXAPT und einer Online-Fehlerklassifizierung gemäß anzuwendener Prüfnormen.
Autor:
D. Thumser, Völklingen; G. Vogt, Burgwedel Quelle:
Kurzfassungen der Vorträge und Plakatbeiträge der ZfP Jahrestagung 1996.
Hier der Bericht über die Jahrestagung or Conference Report in English.
Volltext-Bezugsquelle: DGZfP Berlin Email: 100335,3315@compuserve.com
Sprache:Deutsch
Rolf Diederichs 1. Juni 1996, info@ndt.net