| DGZfP 2000 Sitzung: Materialcharakterisierung | ![]() |
Als zerstörungsfreie Untersuchungsmethoden werden die UCI-Messung zur Charakterisierung von oberflächennahen Inhomogenitäten, die Ultraschallmessung, insbesondere unter Ankopplung über Luft, zur Erfassung des gesamten Querschnittes und die Eigenfrequenzmessung zur Ermittlung des globalen E-Moduls eingesetzt.
Bei der Bestimmung des E-Moduls nach Kleesattel wird eine konstante Kontaktfläche zwischen Probe und Indenter vorausgesetzt. Für poröse Materialien lässt sich diese mit den üblicherweise verwendeten Vicker-sindentern nicht garantieren. Der Indenter wurde durch eine gezielte Formgebung dahingehend verändert, dass die Kontaktfläche während der Messung konstant bleibt. Somit wird eine Ermittlung des E-Modul an porösen Proben ermöglicht.
Aufgrund der Korrelation von E-Modul und Schallgeschwindigkeit eignen sich auch Ultraschallmessungen zur Lösung des gestellten Problems. Als hinderlich erweist sich, dass die Grünkeramik durch üblicherweise verwendete Koppelmedien zerstört würde. Deshalb wurde zunächst das Koppelmedium vom Prüfling durch elastische Schichten gekapselt.
Ein wesentlich größeres Potential zeichnet sich durch die Ankopplung des Schalls über Luft ab. Durch die qualitative und quantitative Auswertung des Ultraschallsignals können Dichtegradienten oder Impedanzsprünge (Defekte, Fremdeinschlüsse) zur Anzeige gebracht werden. Für andere schallweiche Materialien wie Faser-KunststoffVerbunde, zeigen sich gute Applikationsmöglichkeiten.