| DGZfP 2000 Sitzung: Bauwesen | ![]() |
Ultraschallmessungen sind dafür besonders geeignet, da die Ausbreitungsge-schwin-digkeit, die Dämpfung und der Frequenzgehalt der Wellen vom Medium abhängen und damit vom Erstarren und Erhärten des Betons. Materialparameter, die untersucht werden können, sind beispielsweise der Wasserzementwert, die Zementart, die Verwendung von Verzögerern und Langzeitverzögerern oder der Luftporengehalt. Moderne Meßgeräte sind sowohl in der Lage, einzelne Meßwerte (Geschwindigkeit, Energie, Frequenz) kontinuierlich während der Betonalterung aufzuzeichnen und darzustellen, als auch sofort die daraus ableitbaren Betonparameter (z. B. Erstarrungsbeginn, Erstarrungsende) zu extrahieren.
Obwohl der Einsatz dieser neuen Technik zunächst sicherlich mit höheren Kosten verbunden ist, kann dies durch die objektivere Funktionsweise, die erhöhte Reproduzierbarkeit der Meßergebnisse und nicht zu letzt durch eine spürbare Optimierung der baubetrieblichen Abläufe (Zeitersparnis) ausgeglichen werden. Anwendungsbereiche für das Verfahren, in denen solche Vorteile zum Tragen kommen können, sind z. B. die Werkstofftechnologie (Entwicklung neuer und effizienter Betonzusatzmittel), die In-Situ-Qualitätskontrolle, der Gleitschalungsbau oder der Betonfertigteilbau. Selbstverständlich kann dieses Verfahren auch bei anderen erhärtenden bzw. zementgebundenen Werkstoffen eingesetzt werden.