| DGZfP 2000 Sitzung: Sonstige | ![]() |
Mit modernen Laser-Scanning-Vibrometern (LSV) kann gezeigt werden, dass sich die Schwingungsbilder vibrierender mechanischer Objekte beim Auftreten von Defekten stark ändern. Solche Veränderungen treten besonders bei der Form der Schwingungsbilder, bei der Phase und Amplitude von Partialresonanzen und bei Eigenfrequenzen auf. Darüber hinaus können durch Defekte zusätzliche Partialresonanzen entstehen.
Im vorgestellten Verfahren zur Defektanalyse werden Prüfkörper von einem Schwingungsgeber mit Chirp-Impulsen angeregt. Mit einem LSV werden bei relevanten Eigenfrequenzen die Schwingungsbilder aufgenommen und an ein Bildverarbeitungssystem (BVS) übergeben. Das BVS extrahiert aus den Schwingungsbildern relevante Gestalts-Merkmale, die sich bei Anwesenheit von Defekten ändern. Als besonders günstig auswertbare Merkmale haben sich die Knoten- oder Nullphasenbereiche in den Schwingungsbildern erwiesen. Die Merkmale von Schwingungsbildern intakter Prüfkörper werden zuvor als Prototyp im Speicher des BVS abgelegt. Durch den Vergleich der Schwingungsbilder anderer, gleichartiger Prüfkörper mit dem gespeicherten Prototyp kann erkannt werden, ob diese Prüfkörper defekt sind. Defekte von minimal 0.25 mm Länge (ca. 2 ‰ der Prüfkörperlänge) konnten experimentell sicher nachgewiesen werden.