Wirbelstromprüfung mit hohen Eindringtiefen - Theorie und Praxis
G. Mook, H. Bauke, Universität Magdeburg; V. Uchanin, Karpenko-Institut, Lviv (Ukraine)
ABSTRACT
Die Prüfung auf verdeckte Fehlstellen im Material stellt die Wirbelstromprüfung vor neue Herausforderungen. Das alleinige Absenken der Prüffrequenzen kann nicht zu befriedigenden Resultaten führen. In verständlicher Form werden Ergebnisse numerischer Modelle vorgestellt, die Wege zur Steigerung der Prüftiefe aufzeigen. Bei niedrigen Prüffrequenzen erreichen herkömmliche Sondensysteme auf der Basis von Spulen als Sensoren des elektromagnetischen Feldes schnell ihre Leistungsgrenze. Magnetorestitive Sensoren liefern dagegen weitgehend frequenzunabhängige Signale. Im Gegensatz zu SQUIDs erfordern sie keinen zusätzlichen Handhabungsaufwand und besitzen somit beste Einsatzchancen. Der Beitrag vergleicht ihre Leistungsfähigkeit mit der induktiver Sensoren. Am Beispiel der Prüfung auf verdeckte Korrosion werden Probleme der Fehlstellendetektion und -charakterisierung behandelt. Darüber hinaus werden Ergebnisse der Prüfung auf verdeckte Risse und Lunker vorgestellt.