M. Maisl, H. Reiter, IZFP Saarbrücken; M. Purschke, Rich. Seifert & Co., Ahrensburg; E. Zabler, M. Rosenberger, Robert Bosch, Stuttgart
ABSTRACT
Hohe Anforderungen an die Qualität von Werkstoffen und Bauteilen verlangen die Anwendung von zerstörungsfreien Prüfverfahren zur Optimierung der Produktionsprozesse. Die Notwendigkeit, voluminöse Fehler in Werkstoffen und Bauteilen nachzuweisen, zu charakterisieren und zu vermessen, erfordert zerstörungsfreie Prüfverfahren mit hoher räumlicher Auflösung. Die 3D-Röntgen-Computertomographie (3D-CT) eignet sich dafür besonders und hat aufgrund der Computerentwicklung im vergangenen Jahrzehnt zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Bei einer 3D-CT-Messung wird das Prüfobjekt im Röntgenkegelstrahl bei kon-stanter Höhe um insgesamt 360° gedreht, Röntgenquelle und Detektor sind ortsfest. Bei jeder Winkelposition des Prüfobjektes wird ein Röntgendurchleuchtungsbild (Projektion), mit einem Flächendetektor, aufgenommen. Mittels eines mathematischen Rekonstruktionsalgorithmus wird die dreidimensionale Verteilung des Röntgenschwächungskoeffizienten im Objektvolumen aus den gemessenen Projektionen rekonstruiert.
Die moderne Rechnertechnik und der Einsatz von effizienten Rekonstruktionsalgorithmen ermöglichen kurze Meßzeit und die Rekonstruktion der Volumendaten parallel zur Messung. Es wird ein PC-basierendes Konzept für industrielle 3D-CT Systeme vorgestellt. Die Leistungsfähigkeit dieses Konzeptes wird anhand von unterschiedlichen 3D-CT-Systemen an verschiedenen Prüfobjekten aus der in-dustriellen Praxis demonstriert.