| DGZfP 2000 Sitzung: Schallemissionsprüfung | ![]() |
Im Vortrag werden neue Methoden vorgestellt, die auf der Auswertung der Wellenformen der Signale beruhen und so eine quantitative SEA ermöglichen. Voraussetzung ist die Aufzeichnung der Signalformen mit möglichst vielen Sensoren. Zwar entstehen dadurch Nachteile, da eine teilweise enorme Datenmenge registriert und bearbeitet werden muß. Allerdings erlauben diese Verfahren eine bessere Kontrolle der Ergebnisse und eine deutlich weitergehende Auswertung. Die Basis dafür ist zunächst eine genauere dreidimensionale Lokalisierung der SE-Quellen. Darauf aufbauend erlauben die Verfahren die Bestimmung der Größe und Orientierung der Bruchflächen sowie die Klassifizierung des Bruchtyps (z. B. ob es sich um einen Scher- oder Öffnungsbruch handelt) und der Bruchenergie.
Die Bestimmung dieser Schadensparameter während der Schädigung (beispielsweise unter Betriebsbelastung oder während der Ermüdung) ermöglicht eine umfassende Beurteilung der Materialveränderungen auch in nichtdurchsichtigen Werkstoffen. Außerdem läßt sich durch Korrelationen mit FE-Berechnungen oder bruchmechanischen Modellen ein detaillierteres Verständnis des Schädigungsverlaufs im Bauteil gewinnen.