Die Unterscheidung verschiedener Fehlermechanismen bei der Überprüfung von Flachbodenlagertanks mittels Schallemission
P. Tscheliesnig, G. Lackner, TÜV Österreich, Wien (A)
ABSTRACT
Flachbodenlagertanks für die Lagerung von Kohlenwasserstoffen müssen nach dem Regelwerk in bestimmten Zeitabschnitten entleert und einer visuellen Prüfung unterzogen werden. Seit Jahren wird die Prüfung der Flachböden auch mit Schallemission angeboten, wobei die Bewertung hinsichtlich Korrosion und Leckage des Bodens ohne Entleerung und Öffnung des Tanks bis dato nur auf Basis konventioneller Signalparameter, wie z. B. Maximalamplitude und Signaldauer, mit all den daraus resultierenden Einschränkungen, durchgeführt wurde. Die Unterscheidung ist aber für den Anlagenbetreiber von zentraler Bedeutung, um die Instandhaltungsmaßnahmen entsprechend einplanen zu können. Im Rahmen eines von der EU geförderten Forschungsprojektes unter Koordination des TÜV Österreichs wurden sowohl die Signalform als auch der Frequenzinhalt der aufgezeichneten transienten Schallemissionssignale verwendet. Aufgrund der unterschiedlichen physikalischen Vorgänge, die zur Signalentstehung einerseits bei Korrosion und andererseits bei Leckage führen, konnten die beiden untersuchten Prozesse mittels eines Mustererkennungsverfahren eindeutig unterschieden werden, wodurch das Ziel der Untersuchung, die eindeutige Unterscheidung von Korrosionen und Leckagen als Quellenmechanismus, erreicht werden konnte.