Stellt die Magnetpulver-Rißprüfung eine Gefahr für den Prüfer dar?
W.A.K. Deutsch, Karl Deutsch, Wuppertal
ABSTRACT
In unserem täglichen Umfeld sind elektrische und magnetische Felder ständig präsent. Ein Beispiel für ein sehr niederfrequentes Feld ist das Magnetfeld der Erde. Gängige Geräte im Haushalt wie Föhn, Rasierer und Bohrmaschine erzeugen Felder erheblicher Größe. Hochfrequente Felder werden unter anderem durch Radio, Fernsehen, Mikrowellen, Mobiltelefonen und Computern erzeugt.Die Diskussion im Umgang mit solchen Feldern ist sehr emotional geführt. Bedenken und die Behandlung in den Medien basieren mehr auf Gefühlen als auf wissenschaftlichen Untersuchungen, um so mehr da dem menschlichen Körper Sinnesorgane zur Wahrnehmung dieser Felder fehlen. Eine Vielzahl von Studien ist im Laufe der letzten Jahrzehnte durchgeführt worden. Ein gesicherter Zusammenhang zwischen der Gefährdung des Menschen und den Feldern steht immer noch aus.
Es wird in der Literatur zwischen hoch- und niederfrequenten Feldern unterschieden. Die Grenzfrequenz zwischen den beiden Bereichen liegt bei 30 kHz. Nur für niederfrequente Felder ist eine getrennte Untersuchung des magnetischen und elektrischen Feldes zulässig. Da die Ströme bei der Magnetpulver-Rißprüfung üblicherweise im 50-Hz-Bereich liegen, fallen sie demnach in die Kategorie der niederfrequenten Felder. Der Beitrag behandelt nur den Einfluß und die Grenzwerte für die magnetischen Felder. Es werden Beispiele und Messungen von Magnetfeldern aus der Prüfpraxis beschrieben. Diese werden diskutiert im Zusammenhang mit den gültigen Grenzwerten für magnetischen Felder.