| DGZfP 2000 Sitzung: Ultraschallprüfung I | ![]() |
Am Anfang stand die Erstellung eines umfassenden Fehlerkataloges, daraus wurden die für die zerstörungsfreie Prüfung relevanten Charakteristika abgeleitet. Zusammen mit der hohen geforderten und in Kenngrößen umgesetzten Prüfempfindlichkeit bzw. Fehlererkennbarkeit bildeten diese Angaben die Auslegungskriterien für das Prüfsystem.
Hierzu reichten ZfP-Lieferanten weltweit ihre Angebote ein. Die Bewertung erfolgte nach systematisch ausgewählten und gewichteten Kriterien, unter denen auch Prüfaufwand und Zeitbedarf eine wesentliche Rolle spielten. Dabei schnitt die Ultraschall-Gruppenstrahler-Prüftechnik am besten ab, u.a. da sie die beste Gewähr bot, bei Prüfung nur mit einem Verfahren und von einer Oberfläche aus über den gesamten Wandquerschnitt die geforderte Fehlererkennbarkeit selbst bei unbearbeiteten Schweissnahtoberflächen zu erreichen und dies ohne eine unvertretbar große Anzahl von Prüfköpfen.
Die eingesetzte Prüftechnik ist charakterisiert durch eine optimierte Kombination von Schwenk- und Einschallwinkeln mit problemangepaßten Parametern wie Frequenz und Schwingergröße. Als Prüfgerät wurde Saphirplus ausgewählt, das mit seiner voll auf die Gruppenstrahlertechnik angepassten Hard- und Software eine klare und nachvollziehbare Prüfaussage gestattet, auch unter Berücksichtigung der möglichen Vernetzung mit anderen Bewertungsstationen. Die flexiblen Systemarchitektur ermöglicht eine eventuelle Erweiterung auf andere Prüfaufgaben.
Die im Beitrag gezeigten Ergebnisse von Testkörpern und Originalboostern unterstreichen die getroffenen Aussagen wirkungsvoll.