Lecksuche und Dichtheitsprüfung: die Entwicklung zu den heutigen genormten Verfahren in Europa
W. Große Bley, Leybold Vakuum, Köln
ABSTRACT
Die heutigen Verfahren der Dichtheitsprüfung haben sich aus den unterschiedlichsten Richtungen und Anforderungen entwickelt, was bis heute zu einer großen Vielfalt an Verfahren geführt hat. Die verwendeten Technologien reichen von der simpelsten Blasenprüfung bis zu höchstempfindlichen Verfahren der massenspektrometrischen Heliumlecksuche.
Wegen immer steigender Qualitätsanforderungen an Anlagen und Bauteile und die Normung der Qualitätssicherungssysteme in der ISO9000 Normenreihe wurde auch der Ruf nach genormten Lecksuchverfahren und Begriffen immer lauter. Im Rahmen der europäischen Normung wurde deshalb im Jahre 1990 eine Arbeitsgruppe gegründet, die Normen für das gesamte Gebiet der Dichtheitsprüfung erstellen sollte.
Bis heute wurden alle acht geplanten Dokumente erstellt. Bereits europäische Norm geworden sind davon zwei, die restlichen sechs liegen als Normentwürfe vor und durchlaufen gerade die letzten Einspruchsverfahren in Europa.
Neben einer Norm mit den speziellen Begriffen der Dichtheitsprüfung gibt es je eine Anleitung zur Verfahrens- und Geräteauswahl. Kernstück des Normenwerkes ist die präzise Beschreibung von Blasenprüfung, Druckänderungs- und Prüfgasverfahren. Für Gerätehersteller und Spezialisten wurde eine Norm zur Referenzleckkalibrierung und zur Charakterisierung von massenspektrometrischen Lecksuchern erstellt.
Alle Dokumente liegen jeweils in den drei offiziellen Amtssprachen Englisch, Französisch und Deutsch vor. Die Begriffe sind zur direkten Vergleichbarkeit in einem dreisprachigen Dokument zusammengefaßt.