DIN EN 1779: Ein neues Hilfsmittel zur Auswahl eines geeigneten Dichtheits-Prüfverfahrens
W. Schmidt, DGZfP, Dortmund; G. Schröder, Forschungszentrum Jülich
ABSTRACT
Mit der neuen Europäischen Norm DIN EN 1779"Dichtheitsprüfung: Anleitung zur Auswahl eines Prüfverfahrens""*)wird erstmals im Geltungsbereich eine systematische Einteilung aller Dichtheitsprüfverfahren vorgenommen. Damit soll dem Anwender die Auswahl eines geeigneten Prüfverfahrens erleichtert werden.
Bevor mit einer Dichtheitsprüfung begonnen werden kann, müssen folgende Voraussetzungen und Anforderungen bekannt sein, um ein geeignetes Prüfverfahren auswählen zu können:
Art der Belastung des Prüfobjekts, d.h. Strömungsrichtung am Leck (bei Überdruck aus dem Leck heraus oder bei Vakuum durch das Leck in den Prüfgegenstand hinein);
Prüfmedium;
Prüfdurchführung am Gesamtobjekt oder Untersuchung von Teilbereichen;
Durchführung einer integralen Dichtheitsprüfung zur Ermittlung der Gesamt-Leckagerate eines Prüfobjekts oder Lokalisierung und Quantifizierung von einzelnen Lecks;
Höhe der zulässigen Leckagerate.
Im Anhang A der Norm sind alle Verfahren unter den oben aufgeführten Voraussetzungen tabellarisch und systematisch zusammengefaßt und jedes ist mit einem Kennbuchstaben und einer Ziffer versehen worden. Neben der jeweiligen kleinsten nachweisbaren Leckagerate sind zu allen Verfahren noch wichtige Details zum Meßprinzip und der notwendigen Ausrüstung sowie ggf. Einschränkungen für das Prüfobjekt angegeben. Die Vorgehensweise bei der Anwendung dieser neuen Norm wird anhand von Beispielen erläutert. Auf besondere Probleme wird eingegangen.
*) Norm lag z.Zt. der Vortragsanmeldung noch als Entwurf vor.