LIMATEST - Erste Betriebserfahrungen mit einem neuen Prüfsystem zum schnellen und flächendeckenden Nachweis von Korrosion an Lichtmasten und Rohrleitungen
R. Birringer, ZWP Beckingen; K. Schlecht, M. Jakob, TÜV Süddeutschland, München; H.J. Salzburger, IZFP Saarbrücken
ABSTRACT
Das von FhG-IzfP im Auftrag der Fa. ZWP entwickelte Prüfgerät LIMATEST(r) wird vorgestellt. LIMATEST" dient zur schnellen und flächendeckenden mechanisierten Ultraschall-Prüfung auf flächige Korrosion an Masten und Rohrleitungen, auch an unzugänglichen durch Erdreich, Betone etc. verdeckte Bereiche.
Die zugrundeliegende Prüftechnik nutzt die Fähigkeit geführter Ultraschall-Wellen, sich langreichweitig (bis zu Metern) auszubreiten und durch Korrosion bedingten Wandabtrag zu erkennen. Ein EMUS-Prüfkopf erzeugt in der Rohrwand eine horizontal polarisierte geführte Welle (SH-Welle), die sich in Rohrlängsrichtung ausbreitet. Liegt korrosiver Wandabtrag (Innen- oder Außenoberfläche) in dem von der Welle erfaßten Bereich vor, wird ein Teil der Ultraschall-Energie zum Prüfkopf zurück reflektiert und als Echosignal registriert. Der Prüfkopf erfaßt eine Strecke von ca. 1000 mm. Die eingesetzten Ultraschall-Moden und der gewählte Frequenzbereich bewirken, daß die Ultraschall-Dämpfung durch Korrosionschutz-Manschetten , Erdreich und Betone so gering ist, daß auch verdeckte und nicht zugängliche Bereiche geprüft werden können.
Der Vortrag wird einleitend die Prüftechnik vorstellen, bevor das System LIMATEST(r) detailliert beschrieben wird. Im Hauptteil wird über die Ergebnisse praktischer Prüfeinsätze an Masten (Licht, Flutlicht, Ampeln) und Rohrleitung (Auflager, Mauerdurchführungen, Duecker) berichtet und ein erster Erfahrungsbericht mit gegeben.