| DGZfP 2000 Sitzung: Bauwesen | ![]() |
Zunächst wird die SAFT-Rekonstruktion (Synthetic Aperture Focusing Technique) mit linearer Apertur mit herkömmlichen A- und B-Bildverfahren verglichen. Dabei werden die Vorteile des SAFT-Verfahrens bei Betonuntersuchungen durch theoretische Überlegungen und in Meßbeispielen erläutert. Anhand der eigenen Implementierung werden Weiterentwicklungen vorgestellt, die die Abbildungsgenauigkeit und Interpretierbarkeit der Bilder erhöhen. Ein wichtiger Parameter ist das Auflösungsvermögen, das sich mit Betonzusammensetzung und Tiefenlage ändert und im Zusammenhang mit den Ergebnissen von Laborversuchen diskutiert wird.
Vor-Ort-Prüfungen können von einer Person durchgeführt werden; eine Auswertung ist direkt im Anschluß an die Prüfung möglich. Aktuelle Einsatzbeispiele an Bauteilen mit einem komplexen Materialaufbau zeigen die Anwendung der SAFT-Rekonstruktion bei der Detailuntersuchung z.B. von Spannkanälen und Schichtgrenzen.
Aufgrund der Fortschritte bei der Verfahrensentwicklung und der angesammelten Erfahrungen ist das Ultraschall-SAFT-Verfahren dabei, seinen Weg in die Baupraxis zu finden. Damit steht am Übergang zum kommenden Jahrhundert ein hochentwickeltes Prüfverfahren zur Verfügung, das dem Bauwesen neue Bereiche der Qualitätssicherung und Schadensverhütung erschließen kann.