G. Aufricht, Mittli KG., Wien; K. Danzinger, Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten, Wien; H. Theiretzbacher, ÖGfZP Zertifizierungsstelle, Wien (A)
ABSTRACT
Zertifizierung von Prüfern (ZfP) bedeutet die Feststellung der Kompetenz in Hinblick auf Ausbildung, Erfahrung, vorgesehenen Arbeitsbereich (Sektoren), körperliche und fachliche Eignung. Sie ist verbunden mit einem Überwachungsvertrag wie z.B. der Gegenzeichnung von sachlichen und ethischen Regeln. Die Entwicklung von ISO und EN sind derzeit konvergent unterwegs und lassen etwa 2004 eine CEN ISO-Norm erwarten. Die EN 45013 hat sich grundsätzlich bewährt, ist aber derzeit als EN ISO IEC Arbeitsentwurf in Überarbeitung. Sie verspricht eine vertiefte Berücksichtigung der Akkreditierungsnotwendigkeiten von Personenzertifizierungsstellen. Die Zertifizierung von ZfP-Personal in Österreich erfolgt durch die ÖGfZP auf Grund einer Akkreditierung durch das BMfwA. Die ÖGfZP ist Mitglied der European Federation of NDT (EFNDT) und wird als anerkannter "Certification Body" (CB) gemäß EN 473, EN 45013 und ISO 9712 in der Liste des Multilateral Recognition Agreement angeführt. Geht man vom IST-Zustand aus und betrachtet man kritisch die derzeitigen Entwicklungen und Trends bei der Qualifizierung von ZfP-Personal, muß man sich ernsthaft mit einer Vielzahl von Fragen und Situationen auseinandersetzen:
EN 473 und ISO 9712 am Wege zum "Vienna Agreement"?
Zertifikat oder Zeugnis?
Zertifizierung als Kompetenznachweis?
MRA und ECP, das Ziel heißt Harmonisierung?
Welche Verantwortung tragen Akkreditierungsstellen?