| DGZfP 2000 Sitzung: Eisenbahnwesen | ![]() |
Aufgrund der beschränkten Zugänglichkeiten wurde für die Ultraschallprüfung der Radscheibenoberfläche eine spezielle V-Durchschallungstechnik entwickelt. Mit sechs auf der Lauffläche positionierten Prüfkopfpaaren werden die Oberflächen in acht Zonenbereichen geprüft. Pro Rad werden für die komplette Prüfung insgesamt 21 Prüfköpfe benötigt. Es wird ein schnelles Mehrkanal-Ultraschallprüfgerät eingesetzt.
Für die Prüfung wird der Radsatz wenige Millimeter von der Schiene abgehoben und langsam gedreht. Hierzu wurde eine Durchdrehvorrichtung für Radsätze mit zwei Manipulatoren für die Ultraschallprüfköpfe kombiniert. Um Radsätze verschiedener Zugtypen ohne Umrüstung der Anlage prüfen zu können, ergab sich eine besondere Herausforderung bei der Konzeption des Manipulators und der Prüfkopfhalterung aufgrund unterschiedlicher Zugänglichkeiten und Scheibengeometrien an den verschiedenen Zugtypen.
Das Konzept zur visuellen Aufbereitung für die Auswertung der Meßdaten berücksichtigt, daß aufgrund der Geometrie der Räder bei der Prüfung der Scheibe mit vielen Formanzeigen zu rechnen ist. Während für die Prüfung des Radkranzes eine einfache Form der Auswertung mit Hilfe der Blendentechnik gewählt werden konnte, erfolgt die Auswertung der Scheibenprüfung über Mustererkennung anhand von in Echtzeit rekonstruierten Echotomogrammen und TD-Bildern.