| DGZfP 2000 Sitzung: Ultraschallprüfung | ![]() |
Das COMPAS-Prüfsystem zeichnet sich durch einen sehr kompakten Aufbau aus. Es ist für den Betrieb von RTS-Prüfköpfen mit je 64 Sende- und Empfangselementen geeignet. Das Schallfeld von bis zu 16 Schwingerelementen kann elektronisch geschwenkt, fokussiert und in sehr feinen Schritten über den Gesamtschwinger bewegt werden.
Beim Einsatz des Prüfsystems für die Schweißnahtprüfung können die sonst üblichen konventionellen Einzelschwingerprüfköpfe durch einen RTS-Prüfkopf ersetzt werden. Durch den elektronischen Scan des Schallfeldes ist darüber hin-aus die Erfassung des Prüfvolumens möglich, wie sie in den einschlägigen Normen und Regelwerken gefordert wird, ohne den Prüfkopf in Richtung der Schweißnaht mechanisch zu versetzen. Dies führt zu einer signifikanten Einsparung von Prüfzeit.
Die Erprobung des Prüfsystems wurde mit Hilfe eines in der BAM entwickelten und aufgebauten RTS-Prüfkopfes durchgeführt. Er besteht aus 64 Einzelelementen mit einer Schwingerfrequenz von je 3 MHz. Das Schwingermaterial besteht aus Composit 1-3, der Vorsatzkeil ist aus Polystyrol gefertigt. Die Gesamtschwingergröße beträgt 80 x 12 mm2. Die Erprobung wurde an verschiedenen Bauteilen und Prüfmustern wie z.B. den Teilen von längs- und umfangsgeschweißten Rohren durchgeführt.
Ein Konzept zur Weiterentwicklung des Prüfsystems mit dem Ziel der Integration von Elektronikbaugruppen wie Pulser, Vorverstärker, Steuerungs- und Interfacestufen in das Sensorgehäuse wird vorgestellt. Dadurch sollen, besonders mit Hinblick auf Schwingereinheiten mit mehr als 100 Einzelelementen, die Anzahl der Kabelverbindungen reduziert werden. Außerdem können das Signal-Rauschverhältnis und der Störabstand verbessert werden.