Praxisbeispiele aus der Industrie zur Prüfung von Behältern und Rohrleitungen auf Korrosions- und Erosionsschäden werden aus der Sicht eines Dienstleisters vorgestellt. Bei solchen Wanddickenmessungen bietet moderne Anwendungssoftware vielfältige Möglichkeiten, die Datenverarbeitung und Dokumentation effektiv, komfortabel und wirtschaftlich durchzuführen. Meßergebnisse können nach unterschiedlichen Kriterien statistisch ausgewertet und auch über einen längeren Zeitabschnitt analysiert werden; verschiedene grafische Darstellungsformen stehen für die ausgewerteten Daten zur Verfügung. Die Voraussetzungen für diesen Fortschritt wurden durch verbesserte Meßtechnik und weiterentwickelte Prozessortechnik geschaffen, wie zum Beispiel:
- Unterschiedliche Meß- und Auswerteverfahren bei Messungen durch Beschich-tungen mit gleichzeitiger Anzeige von Schicht und Rohrwanddicke
- Patentierte Messung der Rohrwanddicke bei unbekannter Schallgeschwindigkeit ohne Anfertigung von Vergleichskörpern
- Heißmessung im Hochtemperaturbereich mit speziellen Koppelpasten und An-koppelüberwachung zur Vermeidung von Fehlinterpretationen
- Minimalwertmessung zur automatischen Registrierung der geringsten Wanddicke innerhalb einer schnellen Meßfolge
- Graphische B-Bild-Darstellung der Rohrinnenseite bei kritischen Wanddicken-messungen
- Einsatz verschiedener Prüfköpfe zur Optimierung des Prüfvorgangs (Frequenz, Schwingerdurchmesser, Temperaturbereich, Prüfkopfbauart und -dialogfähigkeit, Oberflächenzustand des Bauteils)
- Barcode-Leser zur automatischen Zuordnung des Meßwertes an die gewünschte Dokumentationsstelle
An diesem Beispiel zeigt sich, daß die ZfP sich durch die Computertechnologie nachhaltig verändert hat.