| DGZfP 2000 Sitzung: Durchstrahlungsprüfung | ![]() |
Viel Erfahrung und zahlreiche zeit- und kostenintensive Probeabgüsse sind notwendig, um hochkomplexe Gußteile für die bekannten High-Tech-Branchen zur Serienreife zu bringen. Schneller und damit kostengünstiger ist der Einsatz von Simulationen für das Auslegen des Gießsystems. Das rechnerische Ergebnis ist ein fehlerfreies Werkstück. Treten in der Realität dennoch Fehler auf, deutet dies auf eine Unzulänglichkeit des Simulationsprozesses hin, die es zu beheben gilt. Umgekehrt ist die Simulation perfekt, wenn die tatsächlichen Fehler auch vom Simulator reproduziert werden. Die CT-Daten des Probeabgusses gehen - entsprechend aufbereitet - als IST-Zustand in die Berechnung ein, incl. aller Unzulänglichkeiten des Gußstücks.
Technische Strömungsvorgänge, z.B. Rauchgas im Filter oder Flüssigkeit im Kühlsystem, sind zuweilen derart komplex, daß kleinste Eigenschaftsänderungen massiven Einfluß auf das Gesamtsystem haben. Wenig verwunderlich, daß eine Optimierung hinsichtlich Druckverlust und Strömungsgeschwindigkeit, Widerstand und Wärmetransport, Filterwirkung und Standzeit beliebig schwierig sind, die Trial-and-Error -Methode selten zum Erfolg führt. Eine schnelle und nachvollziehbare Simulationen des Strömungsvorgangs erlaubt die systematische Variation von Parametern. Die Basis der Berechnung ist ein exaktes Abbild des durchströmten Objektes - es liegt nahe, stark strukturierte Filtermedien, wie z.B. keramische Schäume, mittels CT abzubilden. Das verhindert auch, daß unvermeidliche Variationen der Konstruktionsvorgabe, z.B. Grate an Gußteilen, in der Simulation unberücksichtigt bleiben - Herstellern von Motorkomponenten sind diese Probleme sehr geläufig.