| DGZfP 2000 Sitzung: Durchstrahlungsprüfung | ![]() |
In dieser Arbeit werden vier verschiedenen Verfahren zur Restauration bewegungsunscharfer Röntgenbilder vorgestellt, die am Institut für Meß- und Automatisierungstechnik der Technischen Universität Berlin entwickelt wurden.Das erste Verfahren restauriert Röntgenbilder, die als Röntgenfilm oder durch einen Flachdetektor aufgenommen wurden. Dieses Verfahren betrachtet eine homogene translatorische Bewegung zwischen Detektor und Aufnahmeobjekt. Der Algorithmus wird für den Fall der horizontalen Bewegung erläutert. Mit Hilfe geeigneter Koordinatentransformationen kann er für die Fälle der vertikalen, schrägen bzw. rotatorischen Bewegung verwendet werden.
Die anderen drei Verfahren beschäftigen sich mit der Restauration bewegungsunscharfer Röntgenbilder, die von einer Fernsehkamera aufgenommen wurden. In der Fernsehtechnik werden zuerst die ungeraden Zeilen des Bildes und danach die geraden Zeilen aufgenommen. Bei einer Bewegung des Objektes bzw. der Kamera tritt eine Verschiebung der zwei Halbbilder gegeneinander auf. Beim ersten dieser drei Verfahren werden alle Spalten des Röntgenbildes unterabgetastet, indem man nur die ungeraden Zeilen berücksichtigt. Die verlorene Information der geraden Zeilen wird durch eine Interpolation ihrer ungeraden Zeilen wiedergewonnen. Beim zweiten Verfahren wird jede gerade Zeile stückweise verschoben, bis sie die beste Korrelation mit den entsprechenden ungeraden Zeilen hat. Im dritten Verfahren wird das bewegungsunscharfe Röntgenbild mit Hilfe der a priori Kenntnisse der 3D-Bewegung des Objektes (Geschwindigkeit und Richtung) und der Geometrie der Röntgenprüfanlage restauriert.
In dieser Arbeit werden Ergebnisse der Restauration von realen und simulierten bewegungsunscharfen Röntgenbildern dargestellt. Eigenschaften und Grenzen jedes Verfahrens werden erläutert.