 DGZfP Jahrestagung, Bamberg, SEP 7-9 1998. | Korrektur der Strahlaufhärtung in der Computertomographie unter Verwendung simulierter und realer ObjektdatenJ. Goebbels, O. Haase, B. Illerhaus, H. Riesemeier, Berlin; M. Bailey, M. Sené, Oxford (GB) |
Werkstoffentwicklung, RißerkennungEine Korrektur der Strahlaufhärtung ist insbesondere dann notwendig, wenn quantitative Aussagen gewünscht werden oder die Meßzeiten gering gehalten werden sollen. Die üblichen Verfahren zur Korrektur der Strahlaufhärtung in der Computertomographie bestehen darin, Vorfilter einzusetzen, um das Energiespektrum der verwendeten Röntgenstrahler auf den gewünschten höheren Energiebereich einzuengen. Eine andere Methode, vor allem bei der wiederkehrenden Prüfung gleichartiger Objekte, beruht darauf, Testkörper, z.B. Stufenkeile, zu vermessen und mit den Ergebnissen die Meßwerte der eigentlichen Untersuchungsgegenstände zu korrigieren. Das hier vorgestellte Verfahren nutzt Kenntnisse über die Geometrie und die Materialzusammensetzung aus, um eine Strahlaufhärtungskorrektur ohne Testkörper zu ermöglichen. Die Geometriedaten des Objekts werden entweder durch eine Simulation des realen Objekts bestimmt [1 ] oder aus der rekonstruierten Bildmatrix selbst. Für eine vorgegebene Materialzusammensetzung wird die Schwächung im Objekt berechnet und damit die gemessenen Schwächungswerte korrigiert. Die Berechnung der Schwächung wird mit einem Monte Carlo Verfahren, dem EGS4 - Code [2], durchgeführt, wobei sowohl das Energiespektrum des benutzten Röntgenstrahlers als auch die Eigenschaften des Detektors berücksichtigt werden. Die Schwächungskoeffizienten der Elemente wurden aus Literaturtabellen genommen.[1] P. Reimers, H. Heidt und P. Rose,Simulation der Computertomographie (CAT) von technischen Prüfobjekten, 2. Europäische Tagung für zerstörungsfreie Prüfung, Wien, 1981, S- 187-189
[2] W.R. Nelson, H. Hirayama and D.W.0. Rogers, Stanford Linac Centre report SLAC 265, UC-32 (1985)