In den letzten 20 Jahren wurden in Deutschland Schweißnähte nach DIN 8563 T3 beurteilt, d. h. es gab für die Beurteilung der Unregelmäßigkeiten keine quantitativ eindeutige Auswertung.Damit hatte der Beurteiler von Schweißnähten großen Interpretationsspielraum. Mit Einführung der DIN EN 25 817 sollte dieses geändert werden. Man hat hierzu versucht, die zulässigen Unregelmäßigkeiten nachvollziehbar durch Maßangaben zu definieren. Dieses aber nach schweißtechnischer Machbarkeit und nicht nach prüftechnischen Gesichtspunkten. Dadurch entstehen z. B. Konflikte derart, daß die sich aus der Norm ergebenen Prüfanforderungen mit den zur Anwendung kommenden Prüfverfahren nicht erfüllt werden können. Eine gewisse Nachharmonisierung der Norm im Hinblick auf die Prüftechnik scheint also künftig erforderlich zu sein. Zudem gibt es bei der Anwendung der Norm einen gewissen Bedarf an Interpretationshilfen, der einerseits durch unkorrekte Übersetzungen, andererseits aber auch durch die oftmals sehr theoretisch und nicht praxisgerechten Beschreibungen notwendig ist.
Der Vortrag wird zu diesen Problemen Stellung nehmen.