NDTnet - January 1999, Vol. 4 No.1
ABSTRACT
Prüfung von außen auf Fehler an der Rohrinnenseite; >100 Hz; numerische Simulation zur Optimierung der Parameter, große Tiefenreichweite; Mehrfrequenz-Algorithmus; Regressionsanalyse und neuronales Netz; Unterdrückung der Störeinflüsse; Ligament; Urdaten und Darstellung nach numerischer BearbeitungDie Wirbelstrom-Prüfung besitzt wegen der Auswirkung des Skineffektes grundsätzlich im sensornahen Bereich die größte Meßempfindlichkeit. In jüngster Zeit sind jedoch unter Einsatz des Niederfrequenz-Verfahrens einige Anwendungen dieser Prüftechnik über den unmittelbaren Oberflächenbereich hinaus bis in Tiefenbereiche erfolgt, die bisher der Ultraschallprüfung vorbehalten waren. Insbesondere bei der Prüfung von austenitischen Werkstoffen liegt die Stärke des Wirbelstromverfahrens, während dort die Ultraschallprüfung die bekannten Probleme besitzt. Die vorgestellten Ergebnisse betreffen die Qualifikation des Wirbelstromverfahren für die volumetrische Fehlerprüfung der Wandung von austenitischen Rohrleitungen und deren Schweißnähten, so daß gegenüber dem jetzigen Stand der Technik eine größere Tiefenreichweite zur Erfassung von Wandstärken bis 12 mm erreicht wird. Dies beinhaltet nach KTA 3201 PKT 4 die Lösung der folgenden Prüfaufgabe:- an entsprechend dickwandigen austenitischen Rohrleitungen soll von außen eine 1.5 mm tiefe Nut an der Innenseite nachgewiesen werden, und zwar unabhängig von der Ausbildung der Schweißnahtwurzel und dem Gefüge des Grundwerkstoffs und der Schweißnaht
- das Ligament der detektierten Nut soll bestimmt werden.
Die Vorgehensweise zur Lösung dieser Prüfaufgabe wird beschrieben. Folgende Werkzeuge werden eingesetzt:
- Wirbelstrom-Prüfelektronik mit großer Signaldynamik und hoher on-line-Rechenleistung.
- Effizienter Signalauswertungs-Algorithmus auf der Basis der Regressionsanalyse und eines Neuronalen Netzes.
- Modellierungs-Code zur numerischen Simulation der Wirbelstromsignale; es ergeben sich Kriterien zur Sensorauslegung und für die Auswahl der Verfahrensparameter.
Es werden Ergebnisse vorgestellt, die an einem Rohrabschnitt (Wandstärke 12.5 mm) mit einer Engspaltschweißnaht und Nuten mit unterschiedlichen Tiefen- und Ligamentwerten in verschiedenen Positionen bezogen zur Wärmeeinflußzone erhalten werden.
Abstract Source: DGZfP Jahrestagung, Bamberg, SEP 7-9 1998, Kurzfassungen.
Full-Text Source: DGZfP Jahrestagung, Bamberg, SEP 7-9 1998. Berichtsband 63.1, Seiten 135-136, ISBN 3-931381-23-4
Publisher: Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V., Motardstraße 54, 13629 Berlin, Germany; Phone: (030) 386 29 911 , Fax: (030) 386 29 918, Email: mail@dgzfp.de
© NDT.net, info@ndt.net