Das Ziel einer modularen Optimierung und Validierung ist es, ein solcherart konfiguriertes Prüfsystem einschließlich einer validierten Prüfanweisung zu liefern, daß auf optimale Weise die Kundenanforderungen erfüllt und somit effizient für den sicheren Betrieb einer chemischen Anlage sorgt.Am Anfang der Untersuchungen steht daher die klare Definition der Kundenanforderung, die hier im wesentlichen in der Genauigkeitsforderung für die Wanddickenbestimmung von gedämmten und medienführenden Rohren besteht.
Die Bestimmung der Wanddicke erfolgt über die Bewertung des Schwärzungsprofils auf radiographischen Filmen (Schattentechnik) auf zweierlei Art: manuelle Auswertung durch menschliche Prüfer und automatisierte Auswertung mittels Bildverarbeitungsprogrammen des digitalisierten Films.
Für die Optimierung muß zunächst die Signalübertragungskette des ZfP-Systems detailliert beschrieben werden. Die Kette wird dann in die Hauptmodule, Physik der Durchstrahlung, Parameter der industriellen Anwendung und Auswertungsmodul (menschlicher Faktor oder automatisierte Auswertung), unterteilt. Die Module werden auf ihre Einflußstärke abgeklopft und einzeln optimiert. Optimale Parametereinstellung und Anwendungsgrenzen werden über Modellingrechnungen, die vorher ihrerseits an experimentellen Ergebnissen validiert wurden, ermittelt. Insbesondere wird die Wirksamkeit der Streustrahlung auf die Wandabbildung untersucht.
Der Einflußfaktor Mensch und die Leistungsfähigkeit der Bildverarbeitungssoftware wird über statistische Experimente in Form von Blindversuchen an realistischen Rohrabschnitten ermittelt.