Zur Reduzierung von RDB-Prüfzeiten müssen bestehende Einrichtungen optimiert oder durch neue, leistungsfähigere ersetzt werden.Für die Außenprüfung von Siedewasserreaktoren werden neue Manipulatoren mit höherer Prüfgeschwindigkeit, geringerer Rüstzeit und optimierter Prüftechnik eingesetzt. Für die Innenprüfung von SWR wird ein bereits international erfolgreiches Manipulatorkonzept verwendet.
Dieses Konzept wurde jetzt auch für die Innenprüfung von Druckwasserreaktoren realisiert. Durch die dezentrale Bauweise ist der Einsatz von zwei parallel prüfenden Manipulatoren möglich. Die Manipulatoren arbeiten mit hoher Positioniergenauigkeit.
Für die Prüfungen von Primärkreiskomponenten wurde ein universell einsetzbarer Manipulator entwickelt.
Die Ultraschallprüfungen werden mit einer neu entwickelten Anlage vom Typ Tomoscan/SV, die 1997 für Siedewasser- und Druckwasserreaktoren qualifiziert wurde, durchgeführt. Die Anlage verarbeitet HF-Daten mit extrem hoher Datenrate.
Zur Komprimierung der Daten stehen verschiedene Algorithmen zur Verfügung. Für konventionelle Prüfungen wird die 16-Kanal-Anlage eingesetzt.
Zur Reduzierung von Prüfzeiten und zur Durchführung spezieller Prüfaufgaben bei kompliziert geformten Komponenten kann das Gruppenstrahlergerät vom Typ Focus als Vorschaltgerät zum Tomoscan/SV oder als Standalone-Gerät eingesetzt werden. Untersuchungen zum Verhalten des Gruppenstrahlers im Vergleich zur konventionellen Technik haben an Fehlern mit Rißspitzen gute vergleichbare Ergebnisse geliefert.
Zur Durchführung einer gemeinsamen Prüfung mit Ultraschall-, Gruppenstrahler- und Wirbelstrom können alle 3 Geräte, die von einem Hersteller geliefert werden, miteinander kombiniert werden. Die Funktion des Masters übernimmt das Tomoscan/SV.
Alle Daten werden mit ein und derselben Software ausgewertet.