Alle direkten Ultraschalltechniken erfordern ein Koppelmittel zum effektiven mechanischen Energietransfer vom Prüfkopf zum Werkstück und zurück. Diese Art der Ankopplung ist teilweise nicht anwendbar, z. B. bei der Prüfung von keramischen Grünkörpern und bei anderen Werkstoffen, die nicht benetzt werden dürfen.Seit einiger Zeit wird in der englischen Literatur über berührungslose Ultraschallprüfungen mit der Ankopplung über Luft berichtet. Die Übertragung von Ultraschall über einen Luftspalt zwischen dem Probekörper und dem Prüfkopf ist jedoch wegen der großen akustischen Fehlanpassung zwischen Luft und Festkörper sehr ungünstig. Eine Prüfung in Impuls-Echo-Technik ist daher bisher noch nicht möglich. Es werden Prüfungen in Durchschallungstechnik durchgeführt. Hierfür sind bereits Prüfanlagen erhältlich.
Der Vortrag berichtet über erste Untersuchungen in Deutschland. Er beschreibt die Besonderheiten bei der Entwicklung von Prüfköpfen, und bei der Sende- und Empfangselektronik und berichtet über Prüfergebnisse an keramischen Grünkörpern und an CFK- und Sandwich- Proben. Es wurden kapazitive Prüfköpfe untersucht und piezokeramische mit einer Anpaßschicht selbst entwickelt. Als Anregung kamen Rechteck- und Burst-Signale zum Einsatz. Die dafür erforderliche Sende- und Empfangselektronik wurde kompatibel zu einer vorhandenen Scan-Anlage aufgebaut, so daß auch C-Bilder aufgezeichnet werden können. Um auch bei einer einseitigen Zugänglichkeit des Bauteils prüfen zu können, wird z. Z. die Anregung von Plattenwellen untersucht. Hierbei werden getrennte Sende- und Empfangsprüfköpfe eingesetzt.
Durch Optimierungen an Prüfköpfen, der Anregung und der Signalverarbeitung sind weitere Verbesserungen zu erwarten. Die weiteren Untersuchungen werden sich auf die Impuls-Echo Technik konzentrieren.