Zunehmend findet die Laserschweißtechnik Eingang in die Produktion. Beim Verschweißen von dünnwandigen Bauteilen bietet sie aufgrund der vergleichsweise geringen Wärmeeinbringung Vorteile gegenüber anderen Schweißverfahren, Verschiedene Anwendungsfälle lasergeschweißter Verbindungen erfordern eine zerstörungsfreie Prüfung der Schweißnaht, sei es zur festigkeitsmäßigen Absicherung des Schweißnahtquerschnittes oder zum Nachweis der Dichtheit. Dies gilt ganz besonders für Schweißnähte an Sleeverohren im Dampferzeuger eines Kernkraftwerkes. Deshalb wurde hierfür eine geeignete Ultraschallprüftechnik entwickelt, die sich zusammen mit dem erarbeiteten know how auch auf andere Anwendungsfälle in Fertigung und konventionellen Anlagen übertragen läßt.Sowohl die zu reparierenden Heizrohre als auch die Sleeverohre sind aus Nickelbasisliegierung gefertigt. Im Bereich der Schweißnaht beeinflußt deshalb das dendritische Werkstoffgefüge die Ultraschallausbreitung. Nur mit breitbandigen Ultraschallpulsen und feinfokusierten Ultraschallprüfköpfen läßt sich die Lasernaht zum sicheren Nachweis der Anbindung durchdringen. Die Schweißnahtoberfläche wird bei größeren Schweißleistungen uneben und muß dann zur Gewährleistung eines sauberen Schalleintritts bearbeitet werden. Die dabei verbleibende Wandstärke kann ebenfalls mittels Ultraschall bestimmt werden.
Es wurde ein Prüfsystem bestehend aus einem Manipulator mit schraubenförmiger Vorschubbewegung und einer in Tauchtechnik arbeitenden fokusierten Ultraschallsonde entwickelt. Durch den gut gedämpften Prüfkopf mit einer Basisfrequenz von 20 MHz wird ein hochauflösender Ultraschallpuls generiert. Schweißnahtbreite und Wandstärke können damit gut aufgelöst werden, die Fehlerfreiheit der Schweißnaht kann unter den gegebenen Randbedingungen sicher beurteilt werden. Erste Ergebnisse an lasergeschweißten Sleevenähten werden vorgestellt.