Automatisierte Ultraschall-Prüfsysteme für die Schweißnahtprüfung sind im Kraftwerksbereich schon seit langem im Einsatz. Durch die komplexen Steuerungsaufgaben und große zu verarbeitende Datenmengen wurden diese Systeme in der Regel nur stationär eingesetzt.Heutige PC's sind durch die hohe Integrationsdichte leicht tragbar geworden.
Das in dem Vortrag beschriebene Prüfsystem ist nicht nur als mobil einzustufen; die Konzeption sieht vor, daß ein Prüfer in der Lage ist, das System zu transportieren und damit zu arbeiten.
Die Aufnahme kompletter oder reduzierter A-Bilder, von Amplituden-/ Laufzeitwerten oder von Alarmsignalen erfolgt synchron mit der Prüfkopfposition.
Die besondere Struktur der gespeicherten Daten erlaubt die ortsgetreue Reflektor-Darstellung im 3D-Volumenmodell, die Dokumentation der Prüfergebnisse in der anschaulichen Drauf-, Vorder- und Seitenansicht. Eine Reihe von Auswertealgorithmen ermöglicht z. B. die Unterdrückung von Formechos und das Ausmessen und Bewerten von Fehleranzeigen.
Insgesamt liefert dieses Prüfsystem auch bei fehlerfreien Schweißnähten ein reproduzierbares Bilddokument und somit den Nachweis der Prüfung.
Die Hardware besteht aus zwei Komponenten:
einem portablen Industrie-PC, der sowohl den Ultraschall-Teil als auch die Motor-Steuerung in Form von PC-Einsteckkarten beinhaltet.einem 3-Achsen-Manipulator, der neben Fahrschiene und Leistungselektronik in einem Koffer untergebracht ist.Die Software basiert auf Windows 95. Zu prüfende Bereiche werden schnell im Teach-Mode angefahren und festgelegt. Eine Prüfung kann in mehrere Teilaufgaben zerlegt und automatisiert abgefahren werden.
Die Datenaufnahme kann in weiten Grenzen der Prüfaufgabe angepaßt werden.