Wechselbelastungen an Nietnahtverbindungen mehrschichtiger Stapelstrukturen aus Aluminiumlegierungen des Flugzeugbaus sorgen bei älteren Flugzeugen insbesondere im Bereich der Längsnähte zur Entstehung von Biegerissen. Da eine Vorhersage der Rißentstehung und Ausbreitung aufgrund vieler, unterschiedlicher Einflüsse nicht möglich ist, kann die Zuverlässigkeit der Bauteile im Flugbetrieb nur durch Inspektionsprüfungen sichergestellt werden. Die Reduzierung der Inspektionskosten und die Erhöhung der Sicherheit erfordert empfindliche und zuverlässige, zerstörungsfreie Prüfverfahren.Die Wirbelstromprüfung besitzt gute Voraussetzungen zur Fehlerdetektion in elektrisch gut leitenden Bauteilen wie den im Flugzeugbau verwendeten Aluminiumlegierungen und besitzt daher in diesem Bereich bereits ein weites Einsatzfeld. Die Empfindlichkeit der Wirbelstromprüfung ist jedoch tiefenabhängig und die Eindeutigkeit der Prüfaussage kann durch störende Einflußgrößen wie in diesem Fall die Niete stark eingeschränkt werden. Insbesondere ist in tiefer liegenden Blechen die Detektion von nicht durchgehenden, nur an der Oberfläche verlaufenden Biegerissen problematisch.
In dieser Präsentation werden die Ergebnisse der Untersuchungen zur empfindlichen Rißdetektion und gleichzeitig guten Störgrößenunterdrückung dargestellt.
Neben den Messungen mit konventionellen Sensoren für diese Prüfproblemstellungen werden auch die Möglichkeiten durch den Einsatz von Mehrpolsensoren vorgestellt, welche durch geeignete Anregung mit CS-Impulsketten ein rotierendes Wirbelstromfeld erzeugen, ohne daß der Sensor mechanisch bewegt wird. Diese neuen Sensoren besitzen eine richtungsunabhängige Empfindlichkeit und erlauben zu dem die Anzeige der Orientierung in der z.B. ein Riß verläuft, welches zu einer verbesserten Fehlerbeschreibung führt.