Bei Magneten der Hochenergiephysik und Energietechnik werden neuartige Supraleiterkabel eingesetzt, die mit Reinstaluminium koextrudiert sind. Der kritische Strom des Hochstromleiters, welcher beim CERN-CMS Detektor eingesetzt wird, beträt bei 4.2 K und 5 Tesla 60 kA. Bei manchen Anwendungen wirken derart hohe Lorentz-Kräfte auf den Leiter, dass dieser durch Anbringen einer hochfesten Aluminiumlegierung weiter verstärkt werden muss. Dazu sind erfolgversprechende Versuche mit Elektronenstrahl-Schweissverfahren durchgeführt worden. Dieselben Techniken sollen verwendet werden, um Teilspulen elektrisch miteinander zu verbinden. Für einen zuverlässigen Betrieb der Supraleitermagnete sind tadellose Veschweissungen notwendig. Mit zerstörungsfreier Prüfung soll deren Qualität bei der Herstellung überwacht werden.Eine Vielzahl von Testobjekten sind mit dem Elektronenstrahl-Verfahren verschweisst und anschliessend mit zerstörungsfreien Prüfverfahren untersucht worden. Zum Einsatz kamen die bildgebende Ultraschallprüfung, die Radiografie und die Computertomografie. Damit konnten Schweissfehler detektiert und präzise lokalisiert werden.
Es ist unser Ziel, die Erkenntnisse aus den Laboruntersuchungen bei der Kabel- und Magnetherstellung anzuwenden. Die Bindungsprüfung Aluminiumlegierung / Reinstaluminium soll während der Produktion entlang der gesamten Kabellänge (CERN-CMS: 50 km) mit einer modernen Ultraschall Phased Array Anlage durchgeführt werden. Die Verschweissungen der Kabelenden werden mit Radiografie geprüft.