Der Pollux-Behälter ist das äußere Sicherheitsgefäß für die Zwischen- und Endlagerung von abgebrannten Brennelementen. Nachdem die Brennelemente in den Behälter eingebracht sind, wird der Sekundärdeckeldeckel aufgelegt und verschweißt. Die sich direkt anschließende Ultraschallprüfung soll sicherstellen, daß keine unzulässigen Inhomogenitäten vorhanden sind, die die Dichtheit der Schweißnaht beeinträchtigen könnten.Die US-Prüfung erfolgt mechanisiert bei einer Prüflingstemperatur von max 125°C (Restwärme Schweißen + Strahlungswärme). Die Prüfköpfe sind ungekühlt für eine Dauertemperatur von 125°C ausgelegt, sie werden in definierten Abständen über die Mantelfläche des Behälterdeckels geführt. Die Schweißnaht wird auf Längs-, Quer-und Wurzelfehler geprüft. Der Wurzelfehlerprüfkopf ist linienfokussiert, so daß in 60mm Prüftiefe eine Schallbündelbreite von 3mm entsteht.
Die Ankopplung erfolgt über ein Vakuum-Koppelsystem, das Koppelmittel wird in einem geschlossenen Kreislauf von einem Vorratsbehälter durch die Prüfkopfsohle gepumpt.
Die Durchführung der Prüfung gemäß der Prüfspezifikation wird vom Rechner durch den Prüfablaufplan vorgegeben und laufend auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft. Die Software erkennt die definierten Bewertungskriterien und unterstützt die Schweißnahtbewertung durch eine automatische Vorauswertung der Prüfdaten. Der Prüfbericht wird per Knopfdruck erstellt, indem alle relevanten Prüfdaten in ein Word-Dokument eingetragen werden.