NDTnet - July 1999, Vol. 4 No.7Nachweis von Cu-Ausscheidungen mittels mikromagnetischer Prüfverfahren
I. Altpeter, G. Dobmann, R. Kern, M. Lang, N. Meyendorf, H. Rösner, Saarbrücken
ABSTRACT Der kupferlegierte, ferritische Stahl WB 36 (15 NiCuMoNb 5, Werkstoffnummer 1.6368), wird in deutschen Kernkraftwerken in großem Umfang als Rohrleitungswerkstoff bei Betriebstemperaturen bis knapp unterhalb 300°C verwendet. Als Behälterwerkstoff ist er im Druckhalter einer deutschen Druckwasserreaktoranlage bei Betriebstemperaturen bis zu 340°C aber auch in einer Vielzahl von Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen eingesetzt. Dort kam es in einigen Fällen nach langzeitigem Betrieb bei Temperaturen zwischen 320°C und 350°C zu Schäden, die jeweils mit einer Erhöhung der Festigkeit und einer Abnahme der Zähigkeit verbunden werden. Diese Effekte können mit betriebsbedingten Nachausscheidungen von Kupfer und dadurch bedingten Eigenspannungen höherer Ordnung in Verbindung gebracht werden. Lastspannungsssabhängige Barkhausenrauschmessungen haben verdeutlicht, daß die durch die Kupferausscheidungen bedingten Veränderungen des Mikroeigenspannungszustandes erfaßt und quantifiziert werden können. Diese stark lokalisierten Eigenspannungen höherer Ordnung wirken integral über den gesamten erfaßten Werkstoffbereich wie eine Zuglastspannung von 10-23 MPa.
Abstract Source: DGZfP Jahrestagung, Celle, Mai 10.-12. 1999, Kurzfassungen.
Full-Text Source: DGZfP Jahrestagung, Bamberg, SEP 7-9 1998. Berichtsband in Druck, ISBN ...
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