Der Rückschluß auf Form und Verlauf einer Materialschädigung ist eine zm und Verlauf einer Materialschädigung ist eine zentrale Aufgabenstellung in der Wirbelstromtechnik. Die bei Prüfung von Wärmetauscherrohren besonders wichtige Fehlertiefenbestimmung wird nach DIN 51 141 durch die Auswertung der Fehlersignalphase durchgeführt. Da die Phasenspreizung bei Innenfehlern wie z.B. Innenkorrosion jedoch relativ gering ist, besteht Bedarf an einer verbesserten Signalauswertung durch die Benutzung weiterer im Signal enthaltener Informationen. Das Verfahren zur optimierten Merkmalsextraktion basiert auf einem Konzept zur Approxi-mation gemessener Daten durch ein optimales problemangepaßtes Funktionensystem, zu denen z.B. auch die Fourier- oder Wavelet-Transformation zählen. In einer Lernphase werden aus den Wirbelstromsignalen von Referenzfehlern Merkmale extrahiert und ein an das Problem angepaßtes Funktionensystem aufgestellt. Die in Vektoren zusammengefaßten Merkmale sind in einem kartesischen Koordinatensystem darstellbar, wo sie eine für das Problem charakteristische Kalibrierkurve bilden.
Mit Hilfe des gewonnenen Funktionensyystems können aus den Wirbelstromsignalen, die bei der Rohrprüfung aufgenommen werden, entsprechende Merkmale abgeleitet werden, die ebenfalls im Merkmalsraum darstellbar sind. Der Punkt auf der Kalibrierkurve mit dem kürzesten Abstand zu den gemessenen Merkmalen gibt den gesuchten Fehlerparameter an, während der zugehörige Merkmalspunkt den Ort des Fehlers im Rohr bestimmt. Bei der Merkmalsextraktion wird von den zeitlichen Verläufen der Wirbelstromdaten ausgegangen, die von Prüfgeräten typischerweise in dder Impedanzebene angezeigt werden. Bei konstantem Vorschub der Sonde, besteht auch eine Ortsabhängigkeit der Verläufe.
Neben der Bestimmung der interessierenden Fehlerparameter ist die Rückgewinnung der Wirbelstromsignale der Referenzfehler möglich. Für ddiese Approximation sind bedeutend weniger Merkmale erforderlich als bei der Rückgewinnung aus fouriertransformierten Wirbelstromsignalen.