NDTnet - July 1999, Vol. 4 No.7Einsatz der Filmlosen Radiographie in der Großrohrfertigung
L. Oesterlein, M. Gräf, Mülheim A.D. Ruhr; N. Schönartz, H. Schneider, Duisburg
ABSTRACT Zum Jahreswechsel 1997/1998 wurde im EUROPIPE-Werk Mülheim eine erste Anlage zur filmlosen Röntgenprüfung an Schweißnähten von Leitungsrohren mit Wanddicken bis zu 44 mm installiert und in Betrieb genommen. Wesentliche Elemente der Anlage sind eine eigens hierfür konstruierte 250 kV-Röntgenröhre mit 0,4 mm Brennfleck und integriertem Hochspannungsteil sowie ein hochauflösendes Bildwandlersystem. Die Anlage arbeitet vollautomatisch unter Kontrolle des Werksinformationssystems und ersetzt aufgrund der wesentlich geringeren Belichtungszeiten zwei konventionelle Röntgenkammern mit je vier Röntgenröhren. Neben dem Wegfall der Filmkosten und der ökologisch problematischen Entwicklerchemikalien bietet diese Anlage somit den Vorteil reduzierter Instandhaltungskosten. Die Archivierung der Röntgenbilder erfolgt auf CD-ROM. Dabei werden für jede Aufnahme neben der Bildinformation auch alle prüfungsrelevanten Parameter wie Einstelldaten der Röntgenröhre, Prüfgeometrie, Einstellungen des Bildwandlersystems sowie rohrbezogene Daten wie Rohrgeometrie, Prüfposition, Auftragsnummer etc. abgespeichert. Die Bewertung der Aufnahmnen erfolgt offline an einem hochauflösenden Monitor. Weitere Monitore stehen u. a. am Reparaturplatz und im Büro des ZFP-Verantwortlichen. Mit dieser Anlage wird die filmlose Radiographie erstmals mit einer dem Film entsprechenden Empfindlichkeit in einer Taktstraße für Schweißnähte an dickwandigen Rohren mit höchsten Sicherheitsanforderungen eingesetzt. Es ist geplant, im Laufe der nächsten Jahre die gesamte Röntgenprüfung des Werkes auf diese Technik umzustellen.
Abstract Source: DGZfP Jahrestagung, Celle, Mai 10.-12. 1999, Kurzfassungen.
Full-Text Source: DGZfP Jahrestagung, Bamberg, SEP 7-9 1998. Berichtsband in Druck, ISBN ...
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