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So werden für die Detektion potentiell vorhandener Oberflächenrisse in dünnwandigen Titan-Druckbehältern, wie sie als Satellitentanks eingesetzt werden, andere empfindliche Verfahren der ZfP eingesetzt, z.B. die Holographie oder Wirbelstromtechnik.
Nach dem letzten Zusammenschweißen der beiden Halbschalen (Hemisphären) ist die Zugänglichkeit an der Tankinnenseite nicht mehr gegeben. Zur Detektion von auf der Innenseite liegenden Fehlern können daher keine Oberflächen-ZfP-Techniken eingesetzt werden. Für die letzte Prüfung des Bereichs um die Schweißnaht wird deshalb häufig eine Röntgen-Durchstrahlungsprüfung vorgesehen.
Im Rahmen einer Technologie-Studie der European Space Agency ESA wurden die Entdeckungsgrenzen für geriingfügig klaffende Risse mittels der Röntgenverfahren untersucht. Die Prüfung wurde an Titanplatten mit einer Dicke von 1.5 bis 8 mm mittels Radiogaphie als auch Radioskopie durchgeführt. In einer Voruntersuchung wurden die geeigneten Prüfparameter untersucht. Die Platten wurden sowohl in Einzelanordnung, als auch in Doppelwand-Konfiguration durchstrahlt und die detektierbaren relativen Fehlergrenzen (a/t) untersucht. In weiteren Versuchsreihen wurde der Einfluß von Inklinationsfehlern, d.h. Abweichungen der Stahlrichtung von der Rißebene untersucht. Von Interesse war hier primär, welche Abweichungen der Inklination für das Erreichen bestimmter Detektionsempfindlichkeiten tolerierbar sind. Die dabei gefundenen Ergebnisse sind von großer Bedeutung für die Schrittweite von Einstrahlrichtungsänderungen, d.h. für die Anzahl der erforderlichen Aufnahmen, um ein Gebiet mit unbekannter Rißorientierung adäquate zu prüfen.
Die Prüfungen wurden in einem Querversuch in insgesamt drei Prüf-Laboren der Raumfahrtindustrie durchgeführt.
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