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Risse ("Gläs") in locharmen Laiben von Halbhart- und Hartkäsen wie Greyerzer, können beim automatischen Zuschneiden und Verpacken der Portionen zu Produktionsunterbrechungen führen. Bisher wurden Risse durch "Abhorchen" der Käselaibe, das heißt Abklopfen mit einem kleinen Hammer und Auswertung des Echos mit dem Ohr festgestellt. Erfahrene Fachleute können mit dieser aufwendigen Technik Gläs in den ersten Zentimetern unter der Rinde hören. Zur Beurteilung der ganzen Käselaibe (Greyerzer haben eine Laibhöhe von 10 - 12 cm) müssen diese gewendet und auf beiden Seiten abgeklopft werden. Teilweise führt allerdings nur die Entnahme eines Böhrlings mit dem Käsebohrer zu einem eindeutigen Ergebnis. Aus diesem Grund ist die Käseindustrie an einer einfachen, sicheren, raschen, zerstörungsfreien und wenn möglich automatisierbaren Methode interessiert, die es erlaubt, Risse im Frühstadium der Reifung zu erkennen. Durch gezielte Maßnahmen wie Senkung der Lagertemperatur, Verkürzung der Reifungszeit oder durch vorzeitige Deklassierung der minderwertigen Laibe kšnnten dann die entsprechenden Waren- und Wertverluste verringert werden.
Die vorgeschlagene Methode der Ultraschall-Echografie, das "elektronische Ohr", erlaubt den einfachen, zuverlässigen, raschen und zerstörungsfreien Nachweis von Rissen oder anderen Lochungsfehlern, sowie von unerwünschten Fremdkörpern in locharmen Käselaiben. Es ist vorgesehen, diese Methode weiter zu entwickeln, um sie als automatisierte Detektions-Methode in den vollständig automatisierten Frottier-Prozess der Käselaibe während der Reifung zu integrieren. Man könnte dabei direkt von der Benetzung der Käselaibe mit Salzwasser und der Bildung von Schmiere profitieren, die eine gute Ankopplung zwischen dem Prüfkopf und der Käserinde gewährleistet. Diese Methode sollte es in einer ersten Phase erlauben, minderwertige Käselaibe mit Gläs zu finden, um sie so früh wie möglich aus der Reifung im Keller herauszunehmen. In einer zweiten Phase könnte diese Methode beitragen, Fehler auszuschließen, indem das Wachstum von Gläs durch geeignete technologische Maßnahmen wie Senkung der Temperatur und/oder Verkürzung der Reifungszeit vermindert wird.
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