Bei der US- Laufzeitmessung werden in der Regel Wiederholungsechos ausgewertet, die die Ultraschallwelle durch Reflexionen an den parallelen Grenzflächen der Probe erzeugt. Dabei ist Voraussetzung, daß die einzelnen Echos zeitlich sauber getrennt sind und ihre Form ähnlich bleibt. Bei geringen Probenab-mes-sungen oder bei zwingendem Einsatz niederfrequenter Prüfkšpfe, beispielsweise zur Bestimmung der Scherwellengeschwindigkeit, ist eine Auswertung im im Zeitbereich nicht möglich. Im Spektralbereich erzeugt das von der Probe erzeugte Echogemisch eine Abtastung der Wandlerübertragungscharakterisitk im Abstand df=1/ts, wobei ts den Abstand der Wiederholungsechos darstellt. Zur Bestimmung von df muß jedoch aus dem A-Bild ein Teil zeitlich ausgefiltert werden, der im wesentlichen von der Probe bestimmt ist. Außerdem erfordert die digitale Fouriertrans-formation eine Länge des Zeitfensters von etwa n* ts. Wird diese Bedingung nicht eingehalten, entstehen systematische Fehler, deren Größe u.a. von der Länge des Zeitfensters, der Anzahl der erfaßten Echos und der Anzahl der Stützstellen der Fouriertransformation abhängt. Durch Optimierungsverfahren läßt sich dieser Fehler auch ohne Kenntnis der Meßgröße ts eliminieren. Zur Bestimmung elastischer Konstanten durch Messung der Scher- und Trans-wellen-geschwindigkeit an Keramikplättchen ist ein Meßplatz entstanden, der auch bei ungünstigen Probenabmessungen Genauigkeiten um 1% erreicht.