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Es wird ein Versuch aufgezeigt, mit dem die Wasserstoffaufnahme eines Sicherungsrings in 12%iger HCl bei 25 °C in Abhängigkeit der Beizzeit in situ beobachtet werden kann. Der Beizvorgang erfolgt in einem Reagenzglas mit einem Außendurchmesser von 115mm, wobei der Sicherungsring am Ende eines zylindrischen Messingstift gehaltert in die Beizlösung eintaucht. In Höhe des Rings ist das Reagenzglas außen von einer Zylinderspule umgeben, mit der ein magnetisches Wechselfeld erzeugt wird und das den Sicherungsring zu magnetostriktiven Schwingungen angeregt. Das Wechselfeld wird zwischen 10- 400 kHz variiert. Durch die magnetostriktiven Schwingungen des Ringes wird der Messingstift seinerseits zu Resonanzschwingungen angeregt, die mit einem piezoelektriscccchen Aufnehmer am konisch auslaufenden anderen Ende des Stiftes registriert werden.
Während der Beizdauer des Ringes verändern sich die registrierten Schwingungsspektren. Die Auswertung der Veränderungen ergibt, daß mit Beginn des Beizvorgangs zunächst deutliche Veränderungen bei hochfrequenten Resonanzschwingungen auftreten, die sich langsamer nachfolgend auch bei Resonanzen mit niedrigeren Frequenzen einstellen. Bereits nach 60 sec können im hochfrequenten Bereich keine Veränderungen mehr festgestellt werden, während diese im niederfrequenten Bereich noch 120 sec nach Versuchsbeginn beobachtbar sind.
Der zeitliche Änderungsverlauf der Schwingungsveränderungen kann mit dem zeitlichen Konzentrationsverlauf bei Diffusionsvorgängen sehr gut korreliert werden. Die Messung zeigt die Möglichkeit auf, Diffusionskoeffizienten im Werkstoff, unbeeinflußt von Oberflächenreaktionen, bei geringen Diffu-sions-längen, was zu kurzen Meßzeiten führt, zu zerstörungsfrei bestimmen.
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