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In der konventionellen Ultraschallmaterialprüfung wurde die Ultraschall-rückstreuung (engl. "Backscattering") bisher als störender Effekt mšglichst unterdrückt. Beim Backscattering wird der Schall im Unterschied zu den herkömmlichen Ultraschallprüfmethoden nicht senkrecht, sondern schräg zur Bauteiloberfläche eingestrahlt. Dadurch wird weniger die Reflexion der Schallwellen an den auftretenden Grenzschichten als vielmehr der Streumechanismus der Schallwellen ausgenutzt.
Bei mehrlagigen Bauteilen kann dieser Effekt zur Detektion der Faserrichtung ausgenutzt werden. Untersuchungen werden zu diesem Thema im Rahmen des Sonder-forschungsbereichs 332: "Produktionstechnik für Bauteile aus nichtmetallischen Sonder-forschungsbereichs 332: "Produktionstechnik für Bauteile aus nichtmetallischen Faserverbundwerkstoffen", der von der Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) finanziert wird, durchgeführt.
Bei schräger Einstrahlung zur Oberfläche eines Bauteils, jedoch senkrechter Stellung des Prüfkopfs zur Faserrichtung zeigen die Intensitätsverläufe der Ultraschall-rück-streuung ausgeprägte Maxima. Durch Drehen der Probe in der Ebene und Aufsuchen der Intensitätsmaxima in den Streuantworten kann so die Faserorientie-rung im Werkstück zerstörungsfrei bestimmt werden.
Neben der Nutzung des Rückstreuverfahrrens zur Faserdetektion ergeben sich weitere Anwendungsfelder bezüglich der Detektion von Fehlern. Diese nutzen die Tatsache, daß bei der Einstrahlung parallel zu den Fasern die rückgestreute Intensität minimal wird. Es sollten somit Strukturen sichtbar weerden, die sonst im Faserecho untergehen. Ein Beispiel für solche schwer detektierbaren Fehlstellen sind kleine Lufteinschlüsse und Faserrisse.
In dem geplanten Beitrag wird das Potential der Ultraschallrückstreuung zur Detek-tion der Faserrichtung anhand theoretischer sowie praktischer Untersuchungen aufgezeigt. Die erreichten Winkelauflösungen werden in Abhängigkeit der Prüfpara-meter beschrieben. Die Leistungsfähigkeit des Rückstreuverfahrens beim Auffinden problematischer Fehlstellen wird durch den unmittelbaren Vergleich der Prüfergebnisse mit der klassischen Ultraschallprüfung belegt.
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