Abstract:
Ultraschallprüfmethoden für den Fehlernachweis im Plattierungsbereich
G. Brekow, E. Schulz, A. Erhard, Berlin; C. Siebert, Compiege (F)
Konventionelle und Gruppenstrahler-Prüfköpfe wurden mit unterschiedlichen Wellenarten, Einschallwinkeln und
Prüffrequenzen eingesekt, um im Ankopplungsbereich und im halben Sprung künstliche und natürliche Reflektoren in der
Plattierung und im Übergangsbereich zwischen Grundwerkstoff und Plattierung nachzuweisen. Neben systematischen
Untersuchungen zur Optimierung des Nachweisvermögens und zur Verbesserung des Signal/RauschAbstandes wurden auch
Möglichkeiten der Fehlergrößenabschätzung erprobt, um Aussagen über die Integrität der Plattierung ableiten zu können.
Beim Fehlernachweis wurden die Ultraschallreflexion im Winkelspiegel zwischen Reflektorflanke und Plattierungsgrenzfläche,
zwischen Reflektorflanke und Außenoberfläche, die Ultraschallbeugung an der Reflektorspike und
Wellenumwandlungsphänomene benukt. Da stets eine ausgeprägte Vorzugsorientierung des austenitischen
Stengelkristallit-Gefüges in der Plattierung vorliegt und die Echoamplitude von der Einschallrichtung abhängt, wurden
Untersuchungen dahingehend durchgeführt, ob unter Berücksichtigung der Einschallrichtung eine Fehlertiefenabschäkung
anhand von Echoamplituden, über entsprechende Laufzeitdifferenzen zwischen den detektierten Fehlerechos oder aber
anhand einer auf den jeweils vorliegenden Fehler abgestimmten Kombination beider Verfahren durchgeführt werden kann.
Es werden Meßergebnisse zum Fehlernachweis im Plattierungsbereich vorgestellt. Die sorgfältige Auswahl der Prüfparameter
in Abhängigkeit von den jeweils vorliegenden Randbedingungen, wie z.B. Wand- und Plattierungsdicke, zeigt die mögliche
Verbesserung des Nachweisvermögens.