Abstract:
Probabilistischer Ansatz zur Beurteilung der Versagenswahrscheinlichkeit eines Bauteiles
D. Cioclov, V. Schmitz, Saarbrücken
E
Klassische Methoden der Fehlerprüfung verwenden die AVG-Methode bzw. die Fehlerrandabtastung. Im Sinne einer
Qualitätsprüfung gewinnt jedoch die Bedeutung einer exakten Fehlerbildrekonstruktion immer mehr an Bedeutung. Hierbei
handelt es sich um eine deterministische Vorgehensweise, die die Unsicherheiten bei der Bestimmung der Fehlerorte,
Fehlergröße oder Fehlerdichte oder die menschlichen Unsicherheiten nicht berücksichtigt
Unsicherheiten liegen jedoch nicht nur bei der zfP bzgl. der Fehlercharakterisierung, sondern auch in der Bestimmung von
Materialeigenschaften, z.B. Bruchzähigkeit vor oder in der Beschreibung der auftretenden Belastungen.
In dem Beitrag werden zunächst die zugrunde liegenden Ideen einer probabilistischen Bruchmechanik erläutert, mit dem Ziel
das Risiko eines Versagens von Strukturelementen vorherzusagen. Anschliessend wird ein Softwaremodul vorgestellt, mit
dessen Hilfe Parameter der Fehler, der Materialien und der Belastungen statistisch variiert werden können und auf der
Grundlage der R6 Methode bzgl. ihrer Kritikalität bewertet werden.
Im Beispiel wird der Fall unterschiedlicher Fehler in einem Druckbehälter für unterschiedliche Szenarien durchgespielt.