Es wurden Untersuchungen an Schweißnahtfehlern zum Nachweisvermögen von Real-Time-Scanner- (RTS-) Prüfköpfen
gemacht, bei denen es sich um Gruppenstrahler-Prüfköpfe handelt, die zusätzlich zum Schallbündelschwenk zwischen 45° und
70° eine elektronisch kontrollierte Schallbündelverschiebung über eine Strecke von 80 mm gestatten. Die bisher für die
vollständige mechanisierte Schweißnahtprüfung erforderliche mäanderförmige manipulatorgesteuerte Abtastbewegung mit
verschiedenen konventionellen Winkelprüfköpfen wird, wie entsprechende Meßergebnisse zeigen, durch eine lineare parallel
zur Schweißnaht verlaufende Fahrspur mit einem RTS-Prüfkopf ersetzt. Durch die vereinfachte mechanische Prüfkopfführung
wird eine wesentliche Verkürzung der Prüfzeit und durch das stufenlose elektronische Schwenken, Fokussieren und
Verschieben des Schallbündels eine Verbesserung der Prüfaussage erreicht.
Der RTS-Prüfkopf wurde dabei jeweils an ein rechnergesteuertes Real-TimeScanner-Gerät angeschlossen, das 64 Sende-
und Empfangskanäle enthält und für Prüffrequenzen von 2 bis 25 MHz eingesetzt werden kann. Die mit 8 Kanälen zu
realisierenden Schallbündelveränderungen hinsichtlich Fokussierung und Einschallwinkelvariation können dann über alle 64
Kanäle hinweg verschoben werden. Es werden Meßergebnisse vom Nachweis künstlicher und natürlicher
Schweißnahtreflektoren vorgestellt, bei denen RTS-Prüfköpfe benutzt worden sind.