Abstract:
Ultraschall-Reflexions-Tomographie: Methodische Aspekte und
Anwendungen
V. Fleischer, F. Bergner, Dresden
Es handelt sich hierbei um ein Verfahren zur Erzeugung von Querschnittsbildern vorzugsweise zylindrischer Prüfkörper. Die
erforderlichen Ultraschalldaten werden nach dem Impuls-Echo-Verfahren gewonnen, wobei die Einleitung der
Ultraschallimpulse in Tauchtechnik oder durch Direktankopplung geschieht. Im Fall der Tauchtechnik steht eine
Scaneinrichtung (Rotation und Hub) zur Verfügung. Es ist ebenfalls möglich, die erforderlichen Ultraschallmessungen von
Hand durchzuführen.
Bei der Tomographie werden gleichgerichtete und geglättete Echofolgen (also sogenannte A-Bilder) aus möglichst vielen, über
den gesamten Umfang gleichmässig verteilten Einschallrichtungen registriert. Diese A-Bilder werden mit einem
Digitaloszilloskop aufgenommen, gespeichert und auf einen PC übertragen. Anschliessend werden sie mittels eines
Mathematica-Programmes aufbereitet, über den Querschnitt des Prüfkörpers laufzeitrichtig aufsummiert und graphisch
dargestellt.
Bisher wurde dieses Verfahren an verschiedenen Prüfobjekten angewendet. Es erfolgten Untersuchungen an
Stranggußproben, um auftretende Lunker zu detektieren und deren Exzentrizität festzustellen. Weiter wurden an kaltgezogenen
Proben einer Niob-Titan-Legierung im Kernbereich eine Verteilung rißartiger Defekte festgestellt.