Die automatisierte Erkennung von eindimensionalen Signalen, wie sie in der Ultraschall- oder Wirbelstromprüfung auftreten, ist
z.Zt. noch unzureichend geklärt. Das liegt vor allem an der mangelnden Verallgemeinerungsmöglichkeit von
Erkennungsalgorithmen zur Erkennung dieser Signale. Des weiteren ist die Beschreibung der Signale als Input für einen
Erkennungsalgorithmus von entscheidender Bedeutung (Merkmalsextraktion). Entgegen der allgemeinen Vorgehensweise die
Signale durch Merkmale zu beschreiben und die Klassifikation unabhängig von dem Prozeß der Merkmalsextraktion
durchzuführen oder die Originalsignale als Input für die Klassifikation, wie z.B. multivariate statistische Verfahren, Neuronale
Netze etc., zu verwenden, kann die Integration der Merkmalsextraktion in die Klassifikation ein Klassifikationssystem
fehlertoleranter machen. so daß der Erkennunusalgorithmus universeller einsetzbar ist und für
eine größere Anzahl von
Erkennungsproblemen Gültigkeit besitzt. Klassifikationsprozeß
Bei dem hier vorgestellten Erkennungsproblem handelt es sich um die Erkennung von Ultraschallsignalen, die aus Messungen
über die Bindungsqualität in AluminiumUberlappverbindungen stammen. Der eingesetzte Klassifikator war ein neuronales
Netzwerk (error-backpropagation). Zur Anwendung bei der Merkmalsextraktion kamen zwei Verfahren: 1. ein
Jack-Knife-Test im leave-one-out-Verfahren und 2. das Netzwerkpruning (eingesetzte Verfahren: Magnitude based Pruning
und Skeletonization). Beide Verfahren sollten den Input für den Klassifikator derart aufbereiten, daß möglichst hohe
Erkennungsraten mit dem neuronalen Netzwerk erzielt werden. Das Einsatz des Netzwerkprunings bei der
Merkmalsextraktion und dessen Auswirkung bei der Klassifikation wurden bisher noch nicht im Bereich der zerstörungsfreien
Prüfung untersucht.