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Das vorgestellte Prüfsystem arbeitet nicht wie die Klanganalyse mit schlagartiger Anregung und Frequenzanalyse der Antwort, sondern geht - dank digitaler Elektronik - sukzessiv vor: Innerhalb eines wählbaren Frequenzintervalls wird das Prüfobjekt Schritt für Schritt mit diskreten Frequenzen angeregt und die Amplitude der resultierenden Schwingung des Prüfobjektes an einem oder mehreren Punkten registriert.
Die so gewonnenen Kurven der Schwingungsamplitude über der Frequenz sind wie Fingerabdrücke des Bauteils.
Gelingt es in einer ersten Lernphase die charakteristischen Kurven für fehlerfreie und fehlerbehaftete Prüfobjekte statistisch zuverlässig zu ermitteln, kann in der zweiten Phase ein Entscheidungs-Algorithmus aufgebaut werden, nach dem das Prüfsystem die Prüfobjekte sortieren kann, indem es charakteristische Merkmale der spezifischen Kurven benutzt. Dieser Entscheidungsprozess kann dann vollautomatisch ablaufen, so dass in der dritten Phase die Beurteilung aller Prüfobjekte ohne menschliche Entscheidungshilfe erfolgen kann.
Geeignete Prüfobjekte für das Resonanzverfahren sind alle schwingungsfähigen Bauteile aus Metall, Sintermetall, Keramik, Glas. Dabei gilt: Je enger die Toleranzen der elastischen Konstanten, der Dichte und der Abmessungen, desto kleinere Abweichungen im Resonanzverhalten, d.h. desto kleinere Ungänzen, können als Qualitätsmangel identifiziert werden. An fehlerfreien Teilen können andererseits auch Formabweichungen, Änderungen der Dichte, Porosität u.ä. über die Resonanzkurven ermittelt werden.
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|UTonline| |Abstract Database| |Abstracts: DGZfP Dresden '97| |